Die Regiothek wurde für die Zukunft entwickelt. Leider ist dein Browser veraltet und unterstützt möglicherweise einige Techniken nicht mehr. Daher kann es zu Anzeigeproblemen kommen.

Du kannst z.B. Browse Happy besuchen um einen aktuellen Browser herunterzuladen.

Artikel

Kann Blutkrebs verursachen: Neue Studie zeigt Gefährlichkeit von Glyphosat

Noch weitaus gefährlicher als bisher bekannt soll das weltweit am häufigsten verwendete Pestizid sein.

11/27/2023
  • Tiere
  • International
  • Landwirtschaft
  • Klima
  • Österreich
  • Umwelt
  • Gesundheit
  • Artenvielfalt
Kann Blutkrebs verursachen: Neue Studie zeigt Gefährlichkeit von Glyphosat

Es ist eine globale Langzeitstudie der besonderen Art, die unter Mitwirkung von einer ganzen Reihe von verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen aus den USA, Europa und Südamerika erstellt und vor kurzem vorab auszugsweise veröffentlicht wurde. Sie widmet sich der Untersuchung von Glyphosat, dem weltweit am häufigsten eingesetzten Unkrautvernichtungsmittel, und fördert erschreckende Ergebnisse zutage. Und sie könnte die Zulassung der Chemikalie in der Europäischen Union endgültig kippen.

Glyphosat wurde seit 1974 in einer unvorstellbaren Menge versprüht, laut den Studienautoren sollen es unglaubliche 8,6 Milliarden Kilogramm gewesen sein. Seit der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen im Jahr 1996 soll sich der Einsatz um das 15-fache erhöht haben. Das zeigt auch die Korrelation zwischen Gentechnik und Pestizideinsatz und ist mit ein Grund dafür, wieso Umweltorganisationen die immer weitere Verbreitung von gentechnischen Anwendungen so entschieden bekämpfen.

Erzeugt Blutkrebs – wer ist dafür?

Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen, dass bereits eine als sicher eingestufte Menge an Glyphosat zu schweren Erkrankungen führen kann. Auch die von EU-Behörden festgesetzten Grenzwerte wurden in der Studie unterschritten, das heißt, dass die Ergebnisse auf die Europäische Union anwendbar sind. Im frühen Alter, also bereits im ersten Lebensjahr, erzeugen diese geringen Mengen von Glyphosat bei Ratten nachweislich Blutkrebs – in der Vergleichsgruppe ist kein einziger Fall nachgewiesen.

Auf EU-Ebene wird derzeit um ein Verbot von Glyphosat gerungen. Während Länder wie Österreich aufgrund eines Beschlusses gegen die Zulassung stimmen, sind andere Nationen deutlich aufgeschlossener für das überaus lukrative Konzern-Pestizid. Im Europäischen Parlament ist insbesondere die Europäische Volkspartei, der auch die Österreichische Volkspartei angehört, für die Zulassung der Chemikalie. Vor kurzem aufgedeckte enge Kontakte von EVP-Mandataren zu Agrarkonzernen rücken das in ein schiefes Licht.


In eigener Sache: Wir arbeiten unabhängig von Parteien und Konzernen. Um unseren Fortbestand zu sichern, sind wir auf Abonnent*innen angewiesen. Bitte schließen Sie jetzt ein Abo ab und ermöglichen Sie damit unsere Berichterstattung. Danke!

Jetzt abonnieren
Logo Oekoreich

Werde Mitglied bei oekoreich+ und erhalte Zugang zu unseren Top-Stories und exklusive Einblicke.

Mehr erfahren

Jetzt weiterlesen

oekoreich möchte ein bestmögliches Onlineangebot bieten. Hierfür werden Cookies gespeichert. Weil uns Transparenz wichtig ist können Cookies und die damit verbundenen Funktionalitäten, die nicht für die Grundfunktion von oekoreich notwendig sind, einzeln erlaubt oder verboten werden.
Details dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung. Dort kannst du deine Auswahl auch jederzeit ändern.