Eine neue Studie zur grenzüberschreitenden Nutzung von Transitrouten durch LKWs sorgt jetzt für Aufregung, nicht nur im hauptbetroffenen österreichischen Bundesland Tirol. Wie der ORF berichtet, zeigt eine von der Tiroler Landesregierung in Auftrag gegebene Untersuchung jetzt, dass alleine bis zu 880.000 LKWs pro Jahr durch Österreich donnern, obwohl sie damit einen Umweg in Kauf nehmen.
Der Grund dafür ist, dass der Weg über den Brenner schlicht günstiger kommt als Routen, die direkter und damit kürzer wären. Einen bis zu 60 Kilometer langen Umweg nehmen die tonnenschweren Lastkraftwägen, nur um sich Geld zu sparen. Möglich machen das niedrigere Mautgebühren und Spritkosten, wie die Studie zeigt, die 8 Alpenübergänge in der Schweiz und Österreich miteinander verglichen hat.
Der Brenner-Korridor auf der Route München-Verona würde durch die für Transporteure vorteilhafte Kostensituation mehr Verkehr anziehen als alle Schweizer Übergänge zusammen. Nun fordert die Tiroler Landesregierung erneut die Abschaffung des Diesel-Privilegs, damit die Tankkosten sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Nachbarn befinden. Außerdem müssten die Mautgebühren angehoben werden.
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