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Test zeigt: In diesen Import-Früchten stecken verbotene Pestizide

Das umstrittene Mercosur-Abkommen soll durchgeboxt werden - mit fatalen Folgen, wie ein neuer Check zeigt.

3/27/2023
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Test zeigt: In diesen Import-Früchten stecken verbotene Pestizide

Die Verhandlungen zum Mercosur-Abkommen laufen in Brüssel auf Hochtouren, gewisse Kreise in Industrie und Handel machen gehörig Druck auf die Politik, das umstrittene Abkommen doch noch durchzuboxen. Insbesondere die europäische Automobil-Industrie gehört zu den Treibern, aber auch die Chemie-Lobby hat ein großes finanzielles Interesse an der Realisierung des hunderte Milliarden schweren Handelsabkommens.

Was für fatale Folgen das Mercosur-Abkommen jedoch haben könnte, auf die Umwelt, aber auch für unsere Gesundheit, das zeigt nun ein neuer Check auf. Wie Greenpeace bei einem aktuellen Labortest feststellen musste, sind zwei Drittel der untersuchten Import-Obstproben aus heimischen Supermärkten mit umweltschädlichen oder mitunter sogar stark gesundheitsgefährdenden Pestiziden belastet. Eine Bankrotterklärung.

Verbotene Pestizide im Supermarkt

Doch damit nicht genug, bei 20 Prozent der Proben ließen sich sogar Pestizide nachweisen, deren Einsatz in Europa bereits streng verboten ist. Produziert und exportiert werden sie jedoch weiterhin, genau in jene Länder übrigens, aus denen dann die Früchte importiert werden. Brasilien beispielsweise, das Melonen, Trauben, Feigen, Papayas und Mangos liefert, die dann in den österreichischen Handelskonzernen verkauft werden.

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Die mit Test nachgewiesene Pestizidbelastung
Es ist nachgewiesen, dass Chemiekonzerne aus der Europäischen Union nach wie vor gute Geschäfte mit dem Export von hochgiftigen und bei uns bereits verbotenen Pestiziden machen. Das wiederum wirft die Frage der Verantwortungsübernahme von Politik und Handelskonzernen auf, denn was nicht ins Regal gelegt wird, das kann auch nicht verkauft werden. Wann stoppen BILLA & Co endlich den Verkauf dieser Produkte?

Fazit: Giftkreislauf

Das Fazit von Greenpeace: „Die Ergebnisse des Tests zeigen einen besorgniserregenden Gift-Kreislauf. Europäische Agro-Chemie-Konzerne produzieren Pflanzengifte, die auf unseren Feldern seit Jahren verboten sind und machen damit in Ländern wie Brasilien ein großes Geschäft. Die Pestizide gefährden die Natur und Menschen vor Ort und landen schlussendlich durch importierte Lebensmittel wieder auf unseren Tellern.

Bleibt die Frage, wie lange sich noch Kreise auch innerhalb der österreichischen Politik, namentlich in Industrie und Wirtschaft sowie bei den NEOS, für das Abkommen einsetzen. Der Gegenwind nimmt jedenfalls zu und bereits mehrere Mitglieder der aktuellen österreichischen Bundesregierung haben angekündigt, dem Mercosur-Abkommen keine Zustimmung zu erteilen.


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