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      Pflanzliches Joghurt: Katastrophale Testergebnisse bei diesen Marken

      Untersucht wurden im Labor 18 pflanzliche Natur-Joghurts und 13 Joghurts mit Geschmack. Die Ergebnisse sind für einige bekannte Marken durchaus katastrophal.

      9/11/2021
      • Ernährung
      • Österreich
      Pflanzliches Joghurt: Katastrophale Testergebnisse bei diesen Marken

      Immer mehr Menschen greifen auf pflanzliche Milchprodukte zurück – ob Soja oder Hafer, Mandel oder Kokos. Im Lebensmittelhandel findet man inzwischen eine breite Palette an Produkten, von Milch über Joghurt bis hin zu Frischkäse. Viele von ihnen tragen unbekannte „Gütesiegel“ oder werben mit anderen Versprechen.

      In einem Labortest des VKI wurde nun unter anderem untersucht, wie es bei Joghurt aus pflanzlicher Milch mit der Qualität und Transparenz aussieht. Dabei wurden von den Tester*innen verschiedene Aspekte unter die Lupe genommen. Untersucht wurden 18 pflanzliche Joghurts ohne Geschmack und 13 pflanzliche Joghurts mit Geschmack. Unterschieden wurde nach Grad der Herkunftsangabe der Zutaten, ob sie aus biologischer Landwirtschaft stammen und ob sie ohne Einsatz von Gentechnik hergestellt wurden. Außerdem wurde unter anderem der Grad der Verarbeitung untersucht, die Beigabe von Aromen und die Anzahl an Lebendkeimen.

      Die Ergebnisse: Pflanzliche Joghurts „Natur“

      Von den 18 untersuchten pflanzlichen Joghurts ohne Geschmack, bekamen nur 2 die Testnote „Sehr gut“, 4 schnitten „Gut“ ab, vier waren „durchschnittlich“, eines war „weniger zufriedenstellend“ und ganze 7 Produkte wurden als „nicht zufriedenstellend“ bewertet.

      Testsieger ist das Naturjoghurt „Sojade“, hauptsächlich aufgrund des geringen Verarbeitungsgrads, des guten Nutriscore (A) und den Inhaltsstoffen. Manko ist die fehlende Herkunftsangabe. Gleich dahinter rangiert das Produkt „Natur Aktiv“. Dieses punktet mit transparenter Herkunftsangabe, es kostet lediglich 25 Prozent vom Testsieger. Beide Produkte stammen aus biologischer Landwirtschaft und sind Gentechik-frei.

      Am anderen Ende der Skala liegt das Naturjoghurt-Produkt „The Coconut Collaborative“, das nicht nur ultrahochverarbeitet ist, sondern auch einen schlechten Nutriscore aufweist und nicht aus Bio-Landwirtschaft stammt. Kaum besser schneidet übrigens das Produkt „Activia“ Hafer-Joghurt ab. Beide Produkte fallen vor allem durch die hohe Verarbeitung und die katastrophale Bewertung bei den Lebendkeimen durch den Test.

      Pflanzliche Joghurts mit Geschmack

      Etwas besser fiel das Ergebnis bei den 13 untersuchten pflanzlichen Joghurts mit Geschmack aus. Hier konnte zwar nur ein Produkt ein „Sehr gut“ erreichen und zwei konnten „Gut“ abschneiden, dafür waren 8 Produkte „durchschnittlich“ und nur je ein Produkt wurde als „weniger“ bzw. „nicht zufriedenstellend“ klassifiziert.

      Testsieger ist „Harvest Moon“ in Sorte Cashew Vanilla. Die Herkunft der Rohstoffe für das Produkt werden transparent angegeben (Burkina Faso). Der Verarbeitungsgrad ist nicht ganz so hoch wie bei den anderen Produkten, vor allem aber ist die Lebendkeim-Anzahl bedeutend höher. Gegenstück im Test ist das Produkt „Coco Start Original Mango“ von „Abbot Kinney’s“. Das teuerste Joghurt weist nicht nur eine extrem niedrige Lebendkeim-Anzahl auf, sondern fällt auch durch den Nutriscore und weist die Herkunft nicht aus.

      Die gesamte Untersuchung wurde im KONSUMENT 9/2021 am 26.08.2021 veröffentlicht.


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