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Giftiges Blei & Co: Diese Reiswaffeln fallen durch den Test

Es sollten alle erfahren, was da teilweise in den beliebten Snacks für Säuglinge und Kleinkinder gefunden wurde.

1/13/2023
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Giftiges Blei & Co: Diese Reiswaffeln fallen durch den Test

Reiswaffeln erfreuen sich großer Beliebtheit, sie gelten als kalorienarmer Snack und werden insbesondere auch gerne Babys und Kleinkindern gegeben. Umso wichtiger ist es zu wissen, was wirklich in den Snacks drinsteckt, die massenhaft verkauft und so gerne an Kinder als Zwischenmahlzeit gereicht werden. Zwanzig Produkte hat Ökotest im Labor untersuchen lassen, die Arbeiterkammer Oberösterreich hat die Ergebnisse veröffentlicht. Wir haben uns den ganzen Bericht durchgelesen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Von den 20 untersuchten Produkten wurde nur ein einziges als „Sehr gut“ bewertet. Die „Babydream Reiswaffeln Apfel-Mango“ sind nicht nur in Bioqualität, sie weisen auch keine Mängel oder gefährliche Inhaltsstoffe auf. Gekauft wurden sie bei Rossmann. Die REWE-„Bio Mini Reiswaffeln Apfel-Himbeere“ kommen immerhin noch auf ein „Gut“ im Check, es wurde aber zu wenig Vitamin B1 festgestellt. Und das war es auch schon mit den beiden Bestnoten, alle anderen untersuchten Reiswaffel-Produkte sind bestenfalls befriedigend.

Teilweise hochproblematische Inhaltsstoffe

Hochproblematisch und damit klar „ungenügend“ sind gleich 6 Produkte. Stark erhöhte Arsen-Werte, stark erhöhte Cadmium-Werte, sowie Acrylamid und Aflatoxine wurden in einer Reihe der untersuchten Reiswaffeln festgestellt. Besonders gefährlich scheinen die Waffeln von LIMA zu sein, sie enthalten sogar das giftige Blei. Durchgefallen sind außerdem „Byodo Reiswaffeln“, „Dennree Reis Waffeln ungesalzen“, „Naturgut Bio Reiswaffeln“, „Bio Sonne Bio-Reiswaffeln“ und „Bio Zentrale Reiswaffeln Natur“.

Hier noch einige Anmerkungen der Tester zum Thema Arsen, das wohl viele Eltern beunruhigen wird: „In sieben Produkte liegt der gemessene Arsengehalt, bezogen auf den Reisanteil, über diesem Wert, wir bewerten das als „stark erhöht“. Zehn Produkte schöpfen ihn zu mehr als der Hälfte aus. Bisher ist keine Aufnahmemenge an anorganischem Arsen bekannt, die langfristig nicht mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen könnte.“ Man sollte also Produkte, bei denen erhöhte Werte festgestellt wurden, unbedingt meiden.

Alle Ergebnisse samt Detailtabelle finden sich hier.


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