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Beschämend: Was unsere Soldaten wirklich vom Bundesheer aufgetischt bekommen

Wieso will die Ministerin uns nicht sagen, was sie den Soldaten auftischt? Diese sprechen jetzt selbst darüber.

2/28/2024
  • Ernährung
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Beschämend: Was unsere Soldaten wirklich vom Bundesheer aufgetischt bekommen

Von 5 Euro auf 6,50 Euro pro Tag wurde vor kurzem das sogenannte „Tageskostgeld“ für Soldaten beim Österreichischen Bundesheer angehoben. Feiern ließ sich dafür die zuständige Verteidigungsministerin, als hätte sie persönlich eine große Errungenschaft durchgeboxt. Aber immerhin ein Erhöhung um 30 Prozent, damit müsste man doch regionale und nahrhafte Lebensmittel auf den Tisch bekommen können – oder?

Wir wollten von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner wissen, was sie, die bekanntlich aus dem Bauernbund kommt und Spitzenkandidatin des niederösterreichischen Bauernbunds bei den kommenden Nationalratswahlen ist, eigentlich an Zutaten beim Bundesheer einkaufen lässt. Diese Anfrage hat man uns nicht beantwortet, offenbar hat unsere letzte Recherche zu den dubiosen Kampfstiefeln für Unmut gesorgt.

Man lässt die Öffentlichkeit im Dunkeln

Wir erinnern uns: Das Bundesheer hat rund 5 Millionen Euro von unserem Steuergeld ausgegeben, um zigtausende neue Kampfstiefel von einem österreichischen Schuhproduzenten anzukaufen. Schönheitsfehler: Die Stiefel werden in Rumänien produziert. Und noch schlimmer: Das Leder stammt aus Südamerika und ist mit dubiosen „Gütesiegeln“ zertifiziert, die als Greenwashing gelten.

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Auszug aus dem Artikel: So werden unsere Soldaten verköstigt
Zurück zu den Lebensmitteln: Man wollte uns also nicht sagen, was das Bundesheer mit unserem Steuergeld an Lebensmitteln einkauft. Wir hätten gerne gewusst, wie „regional“ und „nachhaltig“ die Speisen tatsächlich sind, die unsere Rekruten und Soldaten aufgetischt bekommen. Aber aus welchem Grund auch immer wollte man uns das nicht sagen und lässt die Öffentlichkeit damit im Dunkeln.

Beschämende Verpflegung für Soldaten

Pech für die Ministerin: Jetzt sprechen die Soldaten selbst über ihre Verpflegung. Und die fällt, das muss man so offen sagen, beschämend aus. Wie die „Kleine Zeitung“ jüngst berichtete, wird Soldaten etwa folgende Kombination als „Typische Kaltverpflegung am Abend“ serviert: Ein Paar Cabanossi, ein Becher Frischkäse, ein Stück Schokoriegel vom US-Konzern sowie Obst und Gebäck zur freien Entnahme.

Woher stammt das Fleisch für das Cabanossi? Aus Österreich, aus der Europäische Union oder vielleicht doch aus Brasilien? Wir werden es wohl nie erfahren. Und wieso füttern wir mit Steuergeld die multinationalen Konzerne? Wie viele Millionen landen auf diese Weise jährlich bei den Multis, die nachweislich die heimische Landwirtschaft ruinieren? Und wieso schweigt die Ministerin ausgerechnet bei dem Thema beharrlich?

Fragen, die hoffentlich bald die Opposition aufgreift und der parlamentarischen Kontrolle zugeführt werden. Wie sagt der Presseoffizier gegenüber der „Kleinen Zeitung“? Man könne sich ja beschweren. Na dann.


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