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Bauern klagen an: So zerstören Importe die heimische Landwirtschaft

Zum ersten Mal seit 25 Jahren wächst die Fläche für Spargelanbau nicht - Grund dafür sind die Importe.

5/13/2023
  • International
  • Österreich
  • Landwirtschaft
Bauern klagen an: So zerstören Importe die heimische Landwirtschaft

Massenhaft liegt der Spargel mittlerweile in den Supermarkt-Regalen, die Preise könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Während es den Import-Spargel schon um 5 Euro pro Kilogramm gibt, tausende Kilometer weit herbeigeschifft aus Ländern wie Peru, kommt das heimische Gemüse auf rund 13 Euro. Qualität, die etwas kostet.

Dahinter stecken nicht nur ökologischere Anbaumethoden als in anderen Ländern, sondern auch höhere Löhne für die Arbeiter*innen, die auf den Feldern eingesetzt werden. Die kommen zwar auch aus allen möglichen Ländern, viele nach wie vor aus Osteuropa, doch ihre Löhne sind bei uns deutlich höher als im globalen Süden.

Nachfrage hoch, Importe ebenso

Gut dokumentiert sind auch die Fälle von Arbeitsausbeutung in der ausländischen Obst- und Gemüseindustrie, die in den meisten Ländern kaum zu Konsequenzen führen und daher schon Systemcharakter haben. Auch in Österreich ist es in der Vergangenheit zur Ausbeutung auf den Feldern gekommen, doch die hohen Strafen schrecken inzwischen ab.

Über 50 Prozent des verkauften Spargels wird importiert, berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten kürzlich. In dem Bericht klagen heimische Bauern über die Billig-Konkurrenz aus dem Ausland, zum ersten Mal seit 25 Jahren würden die österreichischen Spargelflächen trotz konstant hoher Nachfrage nicht steigen.


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