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    Report zeigt Zerstörung: Importverbot für Soja & Palmöl aus Regenwald gefordert

    Eine neue Studie zeigt, dass über 18 Prozent der globalen Regenwald-Zerstörung auf die Erzeugung von Konsumgütern für die Europäischen Union zurückzuführen sind. Die Bürgerinitiative für ein Lieferkettengesetz fordert nun ein Importverbot.

    4/14/2021
    • Umwelt
    • International
    Report zeigt Zerstörung: Importverbot für Soja & Palmöl aus Regenwald gefordert

    Über 18 Prozent der weltweiten Zerstörung von Regenwäldern ist direkt auf die Erzeugung von in der Europäischen Union konsumierten Gütern zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report, der erstmals die Beziehung zwischen Regenwaldzerstörung und Konsum berechnet. Wichtigste Treiber der Zerstörung sind Soja und Palmöl, die maßgeblich für die Erzeugung von Fleisch und andere Konsumgüter verwendet werden.
     
    Alleine für den Konsum in Österreich wird demnach jährlich eine Fläche im Regenwald in der Größe des Neusiedlersees verbraucht. Nach wie vor landet das Soja aus dem Regenwald etwa auch in jenen Trögen, mit dem AMA-Schweine gefüttert werden. Die Konsumenten bleiben in der Regel im Dunkeln, gibt es doch nach wie vor keine Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln. Der bewusste Konsum wird auf diese Weise blockiert.
     
    Bürgerinitiative fordert Importverbot
     
    Die unabhängige Bürgerinitiative für ein Lieferkettengesetz in Österreich fordert daher nun ein Importverbot für Konsumgüter, die nachweislich auf Kinderarbeit und Umweltzerstörung basieren. Erst kürzlich hatte das Europäische Parlament in einem mehrheitlich angenommenen Bericht eine ähnliche Forderung erhoben, nachdem die Untersuchung zum Ergebnis gekommen war, dass eine freiwillige Selbstbeschränkung nicht greift.
     
    So wurde unlängst aufgezeigt, dass in Süßwaren-Produkten von Milka nach wie vor Arbeitsausbeutung und Naturzerstörung steckt. Gütesiegel-Programme, die oftmals von Konzernen zu ihren Gunsten beeinflusst werden, greifen hier nicht. Ein Lieferkettengesetz soll hingegen staatlich überwacht und sanktioniert sicherstellen, dass Konzerne für die Verletzung von Menschenrechten & Umweltstandards künftig haften müssen.

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