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      Nach oekoreich-Bericht: Druck auf REWE steigt, ukrainischen Fleischerzeuger auszulisten

      Die jüngst veröffentlichte exklusive oekoreich-Reportage zum dubiosen Fleischerzeuger „Perutnina Ptuj“, der billiges Hühnerfleisch für die REWE-Eigenmarke „Federike“ erzeugt, schlägt weiter hohe Wellen.

      8/13/2021
      • Ernährung
      • Österreich
      Nach oekoreich-Bericht: Druck auf REWE steigt, ukrainischen Fleischerzeuger auszulisten

      Die jüngst veröffentlichte exklusive oekoreich-Reportage zum dubiosen Fleischerzeuger „Perutnina Ptuj“, der billiges Hühnerfleisch für die REWE-Eigenmarke „Federike“ erzeugt, schlägt weiter hohe Wellen. Das Unternehmen befindet sich im Eigentum des umstrittenen Agrarkonzerns „MHP SE“, das von einem ukrainischen Oligarchen gegründet wurde.

      Dieser ist wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung, Menschenrechtsverletzungen und politischer Einflussnahme in der Ukraine unter Kritik geraten. Das der Konzern und sein Tochter-Unternehmen „Perutnina Ptuj“ mit Sitz in Slowenien, gilt als europäische Drehscheibe und war in der Vergangenheit ebenfalls bereits mit Vorwürfen konfrontiert.

      Der Druck steigt

      Nicht zuletzt aufgrund von Tricks beim Import von Hühnerfleisch. Aufgrund der oekoreich-Reportage hatte der Haubenkoch Jürgen Gschwendtner seine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen sofort beendet. Der REWE-Konzern, der die „Federike“ bei Penny Markt Österreich verkauft, sieht hingegen offenbar keinen Grund zum Handeln.

      Doch nun steigt der Druck. Denn auch der KURIER hat in seiner Ausgabe von Freitag den Fall aufgegriffen und erneut berichtet. Schon vor zwei Jahren hatte der KURIER über die Verstrickungen des ukrainischen Mutterkonzerns berichtet und dazu beigetragen, dass Gelder europäischer Banken nicht mehr zum Bau von Tierfabriken verwendet werden.

      Starke Reaktionen

      Immer mehr Menschen fragen sich, wieso es ein Konzern wie REWE nötig hat, auf derart dubiose Lieferanten zu setzen. In zahlreichen Reaktionen auf die oekoreich-Reportage wird ein Boykott dieser Produkte gefordert, ebenso auch strengere gesetzliche Maßnahmen zur Unterbindung von Geschäftemacherei mit Salmonellen-Fleisch.

      Dabei zeigt sich, dass vielen Konsument*innen nicht bewusst ist, wie viel Importfleisch immer noch als „Aktionsware“ in den Regalen der Supermärkte landet. Insbesondere auch bei jenen, die in ihrer Werbung mit „Regionalität“ werben und hohe Qualität versprechen. Dass das vielfach nur schöner Schein ist, zeigt dieser Fall eindrücklich.

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