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    Mineralöl & Pestizide: So schlecht schneiden Veggie-Würstchen im Test ab

    20 Veggie-Würstchen wurden von Öko-Test unter die Lupe genommen - das Ergebnis ist überraschend. Schlechte Neuigkeiten für Menschen, die auf eine gesunde Alternative gehofft haben.

    6/3/2021
    • Ernährung
    Mineralöl & Pestizide: So schlecht schneiden Veggie-Würstchen im Test ab

    Mineralöl & Pestizide: So schlecht schneiden Veggie-Würstchen im Test ab
     
    Es sind schlechte Neuigkeiten für vegetarisch oder vegan lebende Menschen: Viele Fleischersatz-Produkte entpuppen sich in einem aktuellen Öko-Test als ungenießbar. Unter die Lupe genommen wurden nun, rechtzeitig vor Beginn der Grillsaison, genau 20 Veggie-Würstchen. Dabei wurden nicht nur die Inhaltsstoffe analysiert, sondern auch der Geschmack getestet. Und das Ergebnis birgt einige Überraschungen.
     
    So wurden in den Laboruntersuchungen der 20 Würstchen eine Vielzahl an sogenannten „gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen“ gefunden – diese werden mitunter, vor allem in Abhängigkeit vom Grad der Konzentration, als gesundheitsschädlich eingestuft. In Tierversuchen konnten Organschäden festgestellt werden, wie sie sich bei Menschen auswirken ist jedoch noch nicht hinreichend wissenschaftlich untersucht.
     
    Mineralöl? Richtig gelesen
     
    Als Erklärung dafür, wie diese Mineralöle in Lebensmittel gelangen, werden etwa Rückstände von Schmieröl bei Verarbeitungsschritten in der Industrie genannt, oder Übergänge aus Verpackungen. So oder so: Es sollte eigentlich nicht in Lebensmitteln stecken. Doch im Test der Veggie-Würstchen fanden sich gleich in 18 von 20 Proben diese Verunreinigungen. Somit sind sie nach diesem Gesichtspunkt bereits durchgefallen.
     
    Doch leider sind damit noch nicht alle schlechten Nachrichten abgearbeitet. Bei 25 Prozent der untersuchten Würstchen konnten Spuren von Pestiziden gefunden werden. Auch vermutlich krebserregende Stoffe waren darunter, deren Anwendung in Deutschland bereits verboten ist. Beim Nutri-Score schneiden die Produkte bestenfalls mittelmäßig ab, die Hälfte der Würstchen wurde mit „C“ auf einer Skala von „A“ bis „E“ bewertet.
     
    Zweifelhafter Inhalt, aber schmackhaft
     
    Das liegt auch an der großen Konzentration von Zusatzstoffen, etwa von Aromen, aber auch von chemisch behandelten Proteinen. Da bringt es wenig, dass die Ersatzprodukte geschmacklich allesamt überzeugen konnten. Das Fazit ist: Die Würstchen ohne Fleisch sind hochverarbeitete Produkte, die zwar ausgesprochen zweifelhafte Inhaltsstoffe aufweisen, aber gut schmecken. Wie gesund das ist, darf hinterfragt werden.



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