Es ist eine einzigartige Kooperation, die drei Schulen, zwei Universitäten, eine Stiftung, ein Bildungszentrum, einen Naturpark und eine Stadt umfasst – und die jetzt für immer mehr Aufsehen sorgt, über die Region hinaus. Im Zentrum des Vorhabens stehen Schüler*innen, die mit Infos und Erfahrungen aus Wissenschaft & Praxis aufgeladen werden und die dann in weiterer Folge selbst als Wissensvermittler*innen fungieren.
Im Rahmen des Vorbereitungsprozesses der Stadtgemeinde Schrems zur ersten „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum, haben Universität Wien, Donau-Universität Krems, das Gymnasium Gmünd, die Volksschule Schrems, die Neue Mittelschule Schrems, das UnterWasserReich Schrems und die Stiftung COMÚN einen Plan entwickelt: Die ersten „Moorbotschafter“ Österreichs sollen ausgebildet werden.
Basierend auf dem Peer-Education-Ansatz, wonach geschulte Gleichaltrige andere Schüler*innen beim Erwerb von Wissen unterstützen, wird eine Gruppe des Gymnasiums Gmünd unter fachkundiger Begleitung ausgebildet. Neben Vorträgen und Workshops mit Universitätslehrenden, gehören dazu auch Praxiserfahrungen, wie sie nun bei einem Besuch im Naturpark Hochmoor Schrems gesammelt werden konnten.
Dabei war auch der ORF Niederösterreich mit dabei, der die Exkursion unter Anleitung von Professor Martin Kainz (Donau-Universität Krems) und Thomas Kainz (Leiter UnterWasserReich Schrems) dokumentierte. Denn dieses Vorhaben hat Pionier-Charakter und könnte über die bestehende Kooperation hinaus Verbreitung finden. Eine Perspektive, die auch Stadt Schrems und Stiftung COMÚN teilen.
Denn um das ambitionierte Ziel zu erreichen, Schrems zur ersten international akkreditierten „Wetland City“ zu machen, müssen möglichst viele Menschen im nördlichen Waldviertel eingebunden werden. Beginnend bei den Kindern, aber alle Altersgruppen umfassend. Die Schüler*innen können da wichtige Vermittler*innen von Wissen, aber auch Multiplikator*innen bei Eltern, Großeltern und Freunden sein.
Das Pilotprojekt, das noch bis Juni 2026 läuft, wird auch im Rahmen eines Auftrags des BMLUK umgesetzt. Die gewonnen Erkenntnisse können auch dazu dienen, aufbauend auf diese ersten Schulungen weiterführende Aktivitäten zu gestalten. Mit dem Ziel, die Wichtigkeit des Erhalts von Feuchtgebieten wie Mooren, Auen, Teichen & Co in die Breite zu bringen. Das wäre gut für die Natur und gut für uns Menschen.
Mehr Infos zum Projekt gibts hier.
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