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Erfolg: Hier muss ab 1. September die Lebensmittel-Herkunft offengelegt werden

Es war eine der wichtigsten Forderungen des erfolgreichen Tierschutzvolksbegehrens, das im Januar 2021 mit über 416.000 Unterschriften zu Ende gegangen ist.

3/28/2023
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Erfolg: Hier muss ab 1. September die Lebensmittel-Herkunft offengelegt werden

Es war eine der wichtigsten Forderungen des erfolgreichen Tierschutzvolksbegehrens, das im Januar 2021 mit über 416.000 Unterschriften zu Ende gegangen ist. Nun wird sie zumindest teilweise erfüllt, was maßgeblich auch auf diese Vorgänger-Initiative von oekoreich zurückzuführen ist. Wie die österreichische Bundesregierung kürzlich mitteilte, hat man sich auf die Einführung einer verbindlichen Herkunftskennzeichnung in der österreichischen Gemeinschaftsverpflegung geeinigt. Ein erster Meilenstein.

Demnach muss ab dem 1. September 2023 die Herkunft von Fleisch, Milch, Milchprodukten und Eiern offengelegt werden. Umfasst davon sind alle Kantinen, also etwa die Betriebsküchen von Unternehmen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern. Mehr als 2 Millionen Speisen werden in diesen Küchen täglich ausgegeben, so das Landwirtschaftsministerium, die Reichweite ist also gewaltig. Wie die Umsetzung in der Praxis ausfällt, das bleibt freilich abzuwarten.

Betrug in Gastronomie wird eingeschränkt

Die Gastronomie ist noch nicht von der neuen Herkunftskennzeichnung umfasst, der Betrug bei Lebensmitteln wird aber dort deutlich erschwert. Bislang gab es keine gesetzliche Grundlage für die Auslobung der Herkunft von Lebensmitteln in Restaurants, künftig müssen Betriebe nachweisen können, dass die angegebene Region auch tatsächlich stimmt. Es kann dann nicht mehr mit einer Österreich-Fahne auf der Karte geworben werden, wenn das Fleisch in Wahrheit aus Polen stammt. Ein Fall, der offenbar häufig vorkommt.

In der heimischen Gastronomie, so schätzen Experten, werden 90 Prozent des verkauften Geflügels importiert, bei Eiern sollen es ebenso 90 Prozent sein, auch bei Schweinefleisch wird mittlerweile von über 60 Prozent Import-Quote ausgegangen. Dass das nicht an mangelnder Verfügbarkeit liegt, das ist offenkundig. Es scheint nur nach wie vor billiger zu sein das Fleisch aus Thailand & Co zu importieren. Mit der neuen Verordnung wird das zumindest erschwert, wenn auch nicht verunmöglicht.


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