Artikel

      Beschwerde: So soll jetzt noch der Wolfsabschuss in Österreich verhindert werden

      Der kürzlich in Tirol zum Abschuss freigegebene Wolf soll noch gerettet werden - Experten haben Beschwerde eingelegt.

      11/24/2021
      • Artenvielfalt
      • Tiere
      • Österreich
      Beschwerde: So soll jetzt noch der Wolfsabschuss in Österreich verhindert werden

      In Tirol wurde kürzlich ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Das Tier mit der Kennnummer „118MATK“ wurde von einem Gremium als gefährlich eingestuft und darf daher, im Einklang mit den neuesten gesetzlichen Bestimmungen auf Landesebene, von Jägern geschossen werden. Dagegen regt sich nicht nur in der Bevölkerung massiver Widerstand, sondern auch Experten sind entsetzt darüber, dass hier zu diesem Mittel gegriffen wird. Sie haben daher die Beschwerdefrist noch genutzt und eine offizielle Beschwerde gegen den Abschuss eingelegt. Sie wollen damit verhindern, dass der Wolf erlegt wird, zumal das nach Ansicht der Experten nicht das Grundproblem lösen würde.

      Herdenschutz ist Gebot der Stunde

      Pilotprojekte mit Behirtung auf Tiroler Almen hatten mittels Einsatz von Nachtpferchen heuer keine Verluste durch Wölfe zu verzeichnen. Diese traditionelle Form der Weidetierhaltung wurde jedoch für die betroffenen Almen nicht in Erwägung gezogen“ gibt Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, in einer Aussendung zu bedenken. „Herdenschutz stellt die wichtigste Maßnahme für ein konfliktarmes Zusammenleben mit Wölfen dar. Daher muss in Österreich – wie in vielen anderen Ländern auch – Herdenschutz proaktiv angegangen werden. Der Abschuss kann nur letztes Mittel sein“, so Pfiffinger.



      In eigener Sache: Wir arbeiten zu 100 Prozent unabhängig von Staat, Parteien, NGOs und Konzernen. Um unseren Fortbestand zu sichern, sind wir auf Abonnent*innen angewiesen. Bitte schließen Sie jetzt ein Abo ab und ermöglichen Sie damit unsere Berichterstattung. Danke!


      In eigener Sache: Wir arbeiten unabhängig von Parteien und Konzernen. Um unseren Fortbestand zu sichern, sind wir auf Abonnent*innen angewiesen. Bitte schließen Sie jetzt ein Abo ab und ermöglichen Sie damit unsere Berichterstattung. Danke!

      Jetzt abonnieren
      Logo Oekoreich

      Werde Mitglied bei oekoreich+ und erhalte Zugang zu unseren Top-Stories und exklusive Einblicke.

      Mehr erfahren

      Jetzt weiterlesen

      oekoreich möchte ein bestmögliches Onlineangebot bieten. Hierfür werden Cookies gespeichert. Weil uns Transparenz wichtig ist können Cookies und die damit verbundenen Funktionalitäten, die nicht für die Grundfunktion von oekoreich notwendig sind, einzeln erlaubt oder verboten werden.
      Details dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung. Dort kannst du deine Auswahl auch jederzeit ändern.