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      400.000 Menschen eingeschlossen: „Es gibt keine Nahrung, Heizung, Strom oder Wasser“

      In der gesamten Ukraine leiden Menschen inzwischen Mangel, doch am stärksten hat es gegenwärtig die Bewohner*innen von Mariupol getroffen.

      3/6/2022
      • International
      • Gesundheit
      400.000 Menschen eingeschlossen: „Es gibt keine Nahrung, Heizung, Strom oder Wasser“

      In der gesamten Ukraine leiden Menschen inzwischen Mangel, doch am stärksten hat es gegenwärtig die Bewohner*innen von Mariupol getroffen. Die Hafenstadt mit über 400.000 Menschen steht seit Tagen unter Beschuss und ist inzwischen völlig eingekesselt.

      In der Stadt gibt es mittlerweile keinen Strom mehr, die Menschen können ihre Wohnungen nicht mehr heizen, die Versorgung mit Nahrung ist zusammengebrochen und selbst Trinkwasser ist kaum noch zu bekommen.

      Lage ist katastrophal

      Ganz zu schweigen von Medikamenten oder Hygiene-Artikeln, die ebenfalls längst nicht mehr zu erhalten sind. Wie die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ berichtet, ist die Lage in Mariupol schlicht katastrophal. Mehrere Versuche einer Evakuierung von Menschen ist gescheitert, selbst vereinbarte Waffenstillstände wurden gebrochen und Fluchtkorridore nicht freigehalten.

      Nach Informationen des Bürgermeisters der Stadt wären von russischer Seite sämtliche Strom- und Wasserleitungen gekappt worden, Tausende Menschen würden nach dem tagelangen Beschuss nicht einmal mehr rudimentär medizinisch versorgt werden können. Auch die WHO hat inzwischen festgehalten, dass entgegen den Meldungen des russischen Militärs auch Einrichtungen der Gesundheitsversorgung zerstört wurden.

      Ukrainische Community organisiert Hilfe

      In Österreich läuft die selbstorganisierte Hilfe der Angehörigen der ukrainischen Gemeinschaft mittlerweile auf Hochtouren. Unterstützt durch die Gemeinwohlstiftung COMÚN werden Sachspenden gesammelt und dann auf eigene Faust in die Krisenregionen transportiert. Unterstützung wird dringend benötigt, mehr Infos dazu findet man hier.

      Auch Geldspenden werden benötigt, über 10.000 Euro konnte die Stiftung bislang aus ihrem Solidaritätsfonds der ukrainischen Community zur Verfügung stellen. Damit werden in den Grenzregionen schnell und billiger Nahrung sowie medizinische Güter eingekauft und dann über die Grenze gebracht. Spenden kann man via Facebook, via Paypal oder direkt aufs Spendenkonto:

      Empfänger: Gemeinwohlstiftung COMÚN
      Verwendungszweck: Ukraine
      IBAN: AT73 2011 1842 9167 4800
      BIC: GIBAATWWXXX


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