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„Schuldig“: Brau Union verliert vor Gericht wegen dubioser „Gösser“-Werbung

In hunderten Werbespots im Fernsehen hatte die mächtige „Brau Union“ für ihre angeblich so nachhaltigen Biere geworben.

7/5/2023
  • Konsumentenschutz
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  • Österreich
„Schuldig“: Brau Union verliert vor Gericht wegen dubioser „Gösser“-Werbung

In hunderten Werbespots im Fernsehen hatte die mächtige „Brau Union“ für ihre angeblich so nachhaltigen Biere geworben. Mit über 700 Millionen Euro an Umsatz und Biermarken wie „Gösser“, „Zipfer“ & Co kann man sich das offenbar leisten. Seit über 20 Jahren befindet sich das Unternehmen im Besitz des multinationalen Heineken-Konzerns, dem mit einem Umsatz von über 26 Milliarden Euro zweitgrößten Bierkonzern der Welt.

Offenbar scheint diese Marktmacht aber dem Konzern zu Kopf gestiegen zu sein, anders lässt sich die mutmaßlich irreführende Werbung für seine Marke „Gösser“ nicht erklären. Das hat jetzt auch das Gericht nach einer Klage des VKI bestätigt. Demnach hat die Brau Union es künftig zu unterlassen, sich mit der Behauptung „CO2 neutral gebraut“ zu schmücken. Der Bierkonzern hat Berufung eingelegt, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Lesenswerte Urteilsbegründung

Die Begründung zu dem Urteil ist aber mehr als lesenswert: „Die beklagte Partei ist schuldig, es im geschäftlichen Verkehr zu unterlassen, ein Produkt (insbesondere Gösser-Bier) mit der Behauptung „CO2 neutral gebraut“, „100% des Energiebedarfs für den Brauprozess kommen aus erneuerbaren Energien“, „Deshalb brauen wir nicht nur mit regionalen Rohstoffen, sondern seit 2015 auch zu 100% CO2 neutral“ oder sinngleich zu bewerben, ohne ausreichend deutlich darauf hinzuweisen, dass nicht der gesamte Herstellungsprozess ab Ernte CO2 neutral erfolgt, sondern nach der Ernte insbesondere zur Bearbeitung der Gerste noch Methangas (Erdgas) eingesetzt wird, ein fossiler Energieträger der nicht CO2-neutral ist.“

Die gesamte Urteilsbegründung kann man hier einsehen und nachlesen.


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