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      „Nicht mehr sicher“: Zusatzstoff E171 wird verboten, hier ist es noch enthalten

      Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müssen in Zukunft ohne den weitverbreiteten weißen Farbstoff Titandioxid (E 171) auskommen.

      1/25/2022
      • Gesundheit
      • Ernährung
      „Nicht mehr sicher“: Zusatzstoff E171 wird verboten, hier ist es noch enthalten

      Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müssen in Zukunft ohne den weitverbreiteten weißen Farbstoff Titandioxid (E 171) auskommen. Die EU-Kommission hat am nun ein Verbot für den Zusatzstoff in Lebensmitteln wegen möglicher Krebsrisiken erlassen. Es tritt den Angaben zufolge in sechs Monaten in Kraft. "Mit dem heutigen Verbot entfernen wir einen Lebensmittelzusatzstoff, der nicht mehr als sicher gilt", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

      Der als E171 bekannte Stoff kommt auch in Backwaren, Suppen und Salatsoßen vor. Die EU-Kommission hatte ihren Vorschlag im vergangenen Frühjahr auf Grundlage einer überarbeiteten Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
      vorgelegt. Die EU-Staaten hatten dem Verbot bereits zugestimmt.

      In Frankreich bereits verboten

      Die Substanz kommt auch in vielen anderen Produkten vor, zum Beispiel in Kosmetika (vor allem Sonnenschutzmittel), Farben und Medikamenten. Die EFSA-Einschätzung bezog sich nur auf die Verwendung in Lebensmitteln. Aufgabe dieser Behörde ist die wissenschaftliche Einschätzung, ein Verbot aussprechen kann sie nicht. In Frankreich sei E 171 in Lebensmitteln bereits verboten, betonten heimische Konsumentenschützer im Vorjahr.

      Titan ist ein natürlich vorkommendes Metall, die wichtigsten Produzentenländer sind Australien und Südafrika. In der Lebensmittelindustrie wurde Titandioxid als sehr beständiger weißer Farbstoff in Form von Nanopartikeln eingesetzt und ist nicht löslich. Weil es sich um diese Partikel handelt - die winzigen Teilchen könnten in den Körper gelangen und sich dort ansammeln -, steht Titandioxid schon länger in der Kritik.

      (oekoreich/APA)


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