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„Irreführend“ und „Betrug“: Scharfe Kritik an Welt-Ski-Verband

Heftige Kritik kommt aus der Sportszene an dem Ski-Verband.

2/17/2023
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„Irreführend“ und „Betrug“: Scharfe Kritik an Welt-Ski-Verband

Die FIS, die Federation Internationale de Ski oder auch einfach Welt-Ski-Verband genannt, bezeichnet sich selbst als „klimapositiv“. Grund dafür ist, dass der Verband mit einem Projekt in Südamerika zusammenarbeitet, das sich für den Erhalt des Regenwalds einsetzt. Doch der genaue Ablauf ruft Kritiker auf den Plan. Denn bei diesem Projekt werden Wälder aufgekauft und vor der Abholzung bewahrt. Das auf diese Weise „eingesparte“ CO2 wiederum wird gegen den enormen Klima-Fußabdruck der FIS gegengerechnet und so ergibt sich, zumindest laut Darstellung des Verbands, eine „klimapositive“ Bilanz.

Das sei „unseriös“, so der Chef der Umweltstiftung, als „irreführend“ bezeichnet Greenpeace die Selbstinszenierung des Ski-Verbands. Die Experten der NGO gehen sogar noch weiter und lassen in einer Aussendung wissen: „Dem Skisport schmilzt die Daseinsgrundlage davon. Es ist höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen und etwa bei Großveranstaltungen wie der Ski-Weltmeisterschaft direkt CO2 einzusparen, anstatt in weit entfernte Projekte zu investieren. Das Modell der Kompensation ist ein Betrug an unserem Planeten.“

Hunderte Ski-Sportler aus der ganzen Welt haben unterdessen den Ski-Verband aufgefordert sein Nachhaltigkeits-Engagement deutlich auszuweiten. Auch Star Mikaela Shiffrin fordert etwa umweltfreundlichere Reiserouten und grundlegende Änderungen in der Durchführung der Veranstaltungen. Auch wären die Aktivitäten der FIS in dem Bereich zu wenig transparent, man verlange volle Offenlegung, so die Sportler in dem Brief. Die FIS hat Anfragen von Medien dazu bislang nicht beantwortet.


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