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„Historisch“: So stark wurde Graz vom Unwetter getroffen

Eines ist jetzt schon klar: Das Unwetter vom Abend und der Nacht des 30. Juli 2021 wird in die Grazer Geschichtsbücher eingehen.

7/31/2021
  • Österreich
  • Umwelt
„Historisch“: So stark wurde Graz vom Unwetter getroffen
Kurt Battisti
Park an der Mur in Graz

Eines ist jetzt schon klar: Das Unwetter vom Abend und der Nacht des 30. Juli 2021 wird in die Grazer Geschichtsbücher eingehen. Noch nie zuvor gab es so gewaltige Regenmengen in der steirischen Landeshauptstadt, der Rekord davor stammte noch aus dem Jahr 1938.

An manchen Stellen, etwa in Graz-Andritz, wurden über 170 Liter pro Quadratmeter gemessen. Wie ORF-Meteorologe Daniel Schrott mitteilte, fielen damit in nur wenigen Stunden mehr als 20 Prozent des durchschnittlichen gesamten Jahres-Niederschlags in Graz vom Himmel. Dieser liegt bei knapp über 800 Liter pro Quadratmeter.

Die Kanalisation war nicht mehr in der Lage die Wassermassen zu bewältigen, überflutete Straßen in der Innenstadt waren die Folge. Auch die Rückhaltebecken von Bächen überschritten die rote Warnstufe. Bürger*innen teilten in sozialen Medien Fotos von sich in kniehohem Wasser und von Tiefgaragen, die überflutet wurden. Die Schadensbilanz fällt entsprechend umfangreich aus. Neben Überflutungen und entwurzelten Bäumen wurden auch zahlreiche Autos und sogar ein Mehrparteienhaus im Grazer Stadtteil Lend stark beschädigt.

Die Wetterdienste warnen bereits vor dem nächsten Starkregen, der zu lokalen Überflutungen führen kann. Am Sonntag dürften in der Steiermark erneut Unwetter große Schäden anrichten.

Auch in Tirol und Niederösterreich kam es zu heftigen Unwettern. Schwere Hagelgewitter haben insbesondere den niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen getroffen, zwei Verkehrsunfälle waren die Folge. Auch die Stadt Innsbruck und das Unterland waren wieder von Überschwemmungen und Murenabgängen betroffen.



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