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„Blanker Wahnsinn“: Rinder fürs Klima in Europa töten, aber Rindfleisch importieren

Zunächst haben viele wohl noch geglaubt, dass es sich um eine Fake-News-Meldung handelt

6/26/2023
  • Landwirtschaft
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  • International
„Blanker Wahnsinn“: Rinder fürs Klima in Europa töten, aber Rindfleisch importieren

Zunächst haben viele wohl noch geglaubt, dass es sich um eine Fake-News-Meldung handelt. Wer kann schon ernsthaft annehmen, dass die Regierung eines EU-Mitgliedslandes geheime Pläne wälzt, hunderttausende Rinder im Namen des Klimaschutzes zu töten? Was völlig abstrus klingt, hat sich leider bewahrheitet. Tatsächlich gibt es in Irland entsprechende Papiere in Regierungskreisen, die eine Tötung von jährlich über 80.000 Rindern vorsehen, damit Irland seine Klimabilanz noch einhalten und Strafzahlungen vermeiden kann.

Noch ist es nur eine Idee, doch dass bereits irische Regierungsmitglieder darüber diskutieren und konkrete Zahlen erheben zeigt, dass es nicht völlig ausgeschlossen ist. Auch in anderen Ländern Europas, etwa in Frankreich, wird darüber diskutiert, ob man die Viehbestände reduziert, damit der aus der Landwirtschaft kommende Klimaschaden reduziert wird.

LK-Präsident: „Verantwortungsloser Irrsinn“

Eine irrsinnige Debatte, meinen nicht nur viele Menschen, sondern auch der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. „Der blanke Wahnsinn“ sei das, kommentiert er im Gespräch mit der Kronen Zeitung. Vor allem wenn man sich vor Augen halte, dass einerseits in Europa die Rinderbestände dezimiert werden sollen, damit dann im Rahmen des Mercosur-Abkommens das billige Rindfleisch aus Südamerika massenhaft importiert wird.

LK-Präsident Josef Moosbrugger findet entsprechend deutliche Worte: „Es wäre verantwortungsloser Irrsinn, europäische Rinder in großem Stil zu schlachten, aber gleichzeitig ein Mercosur-Abkommen abzuschließen, das Rindfleisch-Importe aus brandgerodeten Regenwäldern verstärkt.“ Scheinbar denken aber nicht alle so, denn in den letzten Tagen konnte man im Netz auch unterstützende Wortmeldungen hören.

Bleibt offen, wer sich in der Frage durchsetzen wird. Von Seiten des Klimaministeriums hat man jedenfalls Sorgen entkräftet, dass auch in Österreich eine solche Debatte entbrennen könne. „Diese Idee kommt für Österreich mit Sicherheit nicht infrage“ wird aus dem von Leonore Gewessler geführten Ministerium dazu vermeldet.


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