Am kommenden Montag, 12. Januar 2026, bleibt der Schulunterricht in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) wegen einer massiven Glatteisgefahr flächendeckend aus. Die Landesregierung ordnete an, den Präsenzunterricht auszusetzen und stattdessen Distanzunterricht anzubieten. In den Gebäuden steht lediglich eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bereit, deren Betreuung zu Hause nicht möglich ist.
Hintergrund der Entscheidung ist eine aktuelle Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Meteorologen prognostizieren, dass am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag Regen über gefrorene Böden ziehen wird. Durch die Kombination aus strengen Frosttemperaturen und anschließendem Regen kann sich auf Straßen, Wegen und Schulwegen spiegelglattes Eis bilden, das erhebliche Risiken für den Verkehr und den Fußweg zur Schule darstellt.
Schulministerin Dorothee Feller (CDU) betonte in einer Stellungnahme, dass die Sicherheit und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler oberste Priorität hätten. Der landesweite Distanzunterricht sei daher eine vorsorgliche Maßnahme angesichts des zu erwartenden gefährlichen Glatteises.
DWD
Die Glättewarnungen des DWD gelten nicht nur für NRW, sondern auch für weitere Teile Deutschlands. In Niedersachsen und Bremen haben örtliche Behörden bereits entschieden, den Präsenzunterricht für Montag abzusagen oder alternativ ebenfalls digitale Lernformen anzubieten. In anderen Bundesländern, etwa Sachsen, liegt die Entscheidung über Schulöffnungen dagegen bei den einzelnen Schulen oder Kommunen – dort können Eltern ihre Kinder bei gefährlichen Wetterbedingungen eigenverantwortlich zu Hause lassen, teilte das Kultusministerium mit.
Die Maßnahme folgt auf ein Wochenende mit winterlichen Extremen: Das Sturmtief „Elli“ hatte bereits zum Freitag und Samstag in Teilen Deutschlands Schnee, starke Winde und Verkehrsbehinderungen gebracht. In einigen Regionen waren an diesem Wochenende schon viele Klassenzimmer ungewöhnlich leer geblieben, da Eltern angesichts der Witterung von ihrem Ermessen Gebrauch machten, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken.
Ob der reguläre Unterricht in NRW am Dienstag planmäßig stattfinden kann, hängt von der weiteren Wetterentwicklung und den aktuellen Straßenverhältnissen ab. Die zuständigen Behörden kündigten an, die Lage fortlaufend zu beobachten und kurzfristig zu informieren.
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