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      Meilenstein: EU-Parlament spricht sich für Verbot der Käfighaltung aus

      Ein Meilenstein wurde auf europäischer Ebene gesetzt: Das EU-Parlament spricht sich für ein Verbot der Käfighaltung aus. Ein wichtiger erster Schritt auf dem langen Weg.

      6/15/2021
      • Landwirtschaft
      • Tiere
      Meilenstein: EU-Parlament spricht sich für Verbot der Käfighaltung aus

      Wenn es um Tierschutz geht, dauert Fortschritt ganz besonders lange – das ist nicht nur der Eindruck vieler Bürgerinnen und Bürger, sondern angesichts der milliardenschweren Lobbying-Kampagnen mittlerweile gesichertes Wissen. Wann immer es um bessere Bedingungen für die Tiere geht, gibt es eine Vielzahl von Konzernen, die sich ins Zeug legen, um jeden noch so kleinen Schritt zu blockieren. Immerhin geht es um ihren Profit.
       
      Umso bedeutsamer ist daher der Beschluss, der kürzlich im Europäischen Parlament getroffen wurde, also jener EU-Institution, die am wenigsten von Konzernen beeinflusst werden kann, da die europäischen Abgeordneten direkt von den Bürger*innen gewählt werden und weitestgehend unabhängig agieren können. Das erkennt man auch an den Aktivitäten des EU-Parlaments, etwa dem Untersuchungsausschuss zu Tiertransporten.
       
      Käfighaltung bei Hühnern: In Österreich verboten, sonst überall gelebte Praxis
       
      Die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“, die von über 1,4 Millionen Menschen in ganz Europa unterschrieben wurde, hat dafür gesorgt, dass nun Bewegung in die Frage der europäischen Käfighaltung gekommen ist. Während in Österreich etwa bei Hühnern die Käfighaltung seit Jahren verboten ist, wird sie in den übrigen EU-Ländern nach wie vor in unterschiedlicher Ausprägung praktiziert. Die Eier landen dann auch in Österreich am Tisch.
       
      Nun haben sich 558 Abgeordnete und damit die überwältigende Mehrheit im EU-Parlament für ein Verbot der Käfighaltung in der gesamten Europäischen Union ausgesprochen. Die EU-Kommission wurde nun aufgefordert einen entsprechenden Gesetzesvorschlag auszuarbeiten. Nach Einschätzung von Expert*innen könnte es allerdings noch mehrere Jahre dauern, bis so ein Verbot in Kraft tritt. Doch der erste Schritt ist getan.




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